Der Ozean in dem ich treibe
Ist weit und still.
Unter den Wellen liegt
Ein seltsamer Raum,
Oben noch klar blau wie
Gletscherschatten,
Fällt es in eine Dunkelheit, nein,
Intensiviert sich bis zu einer
Eigentümlichen Schwärze.
Aber hier, wo ich treibe
Gibt es nichts zu fürchten, denn
Es ist ein ewiger Tank
Mit Wänden aus Glas
Und kein anderes Wesen scheint darin
Als ich.
Das Blau ist durchdrungen von
Winzigen, schimmernden Partikeln,
Die in der sprachlosen Weite treiben.
Perlmutt in Azur
In Kornblume
In Mitternacht
In Stahl
In Royal
In Türkis
In Saphir
Rast und Befriedigung
Schwappen ineinander,
Diffundieren zu einer
Wabernden arktischen Milch.
Schwerelose Lust.
Kobaltschlieren um mich.
Cyanexplosion verspritzt
Enzianvesikel.
Zwölf Fische winken der
Einsamkeit zum Abschied.
Nylonfische -
Neongräten
Alukiemen
Folienschuppen
Plasmaaugen
Und tausend
Plexiglasquallen -
Polyethylententakel
Teflonnesseln
Silicongallerte
Und Panzerglasschildkröten
Kevlarseesterne
Edelstahlgarnelen
Cerankalmare
Sprudeln aus der Finsternis;
Widerspiegelnde Schlafwandler
In einem brodelnden Tanz.
Blau durchdringt sie,
Intensiviert sich an ihnen,
Spiegelt von ihren makellosen
Ekelerregend sterilen
Leibern.
In einem wirbelnden Reigen
Verdichten sie die See um mich
Zu einem Strudel,
Liquider Kokon,
Haardünne Luftblase.
Und sinken dann,
Wie glänzende Kiesel
Zurück auf den Grund
Zurück zu toten Toastern
Und Skeletten von Fernsehern und Föhns
Das Wasser um mich
Vibriert und rauscht.
Mit geschlossenen Augen
Verpfände ich die Ruhe
Für ein Bad in diesen Klängen.
Glockenhell
Und mächtig wie
Ein goldener Gong
Schillernder Ton in den Fluten.
Orgiastische Welle aus Schall.
Milliarden Blasen streichen
Meine Haut, drängen
Sich in den Mund, reiben
Sich an Lippen und Zunge.
Und quellende Hände,
Geysirische Finger kosen
Die Bahnen des Rückens.
Leichtfertig will ich
In diesem Becken
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen