Die Treppe hinunter.
Die Treppe hinunter.
Immer und immer wieder.
Vorbei an der großen Tränke, der Rauschmanufaktur
Vorbei an den Scheuen, die sich Verstecken,
Hinter geschlossenen Jalousien, ihre Untätigkeit zu verbergen.
Weiter.
Über den Platz,
Wo grelle Obelisken sich erbrechen, den ganzen Sommer lang.
Wir passieren den Laden des Töpfers,
ein Edelstein,
neben dem Angrenzenden Urwald der Unterschicht,
wo Pensionierte den letzten Rest Verstand aus ihren ollen Hirnen kratzen,
Bemüht, mit klaren Gedanken Strategie zu erarbeiten.
Wir schlagen nun ein, wenden uns ab,
wie jeden Tag.
Gemischte Gefühle.
Wie oft bin ich hier gelaufen? Mit Scheißlaune. Mit Furcht.
Mit Freude?
Manchmal, wenn es in den Ohren dröhnt,
ich wie ein entarteter Messias über den Bordstein gleite...
Ich gehe die Meile entlang.
Links? Ein Refugium. Belassen wir’s dabei.
Nur noch ein Paar Schritte.
Durch die Tür.
Das Geheul bricht los. Das Gejammer.
Willkommen in unserem eigenen kleinen Hades, Freunde.
Entseelte Kotzbrocken schleimen uns entgegen,
die sich selbst verloren haben,
die sich bereitwillig der Bedeutungslosigkeit hingeben.
Meine Damen und Herren,
die verabscheuungswürdige Generation der Hohlköpfe!
Während wir durch die Gänge treten, kotzen sie ihr nichtssagendes Gegröhl gegen unsere Köpfe.
Speien ihr Gebrabbel aus scharlachroten Mäulern, in denen verfaulte, angegorene Milchzähne wackeln,
erinnern mich an bulimische Säuglinge.
Doch Weiter.
Keine Zeit.
Durch das Tor in die Linoleumhalle in der ich
den Verstand verloren habe,
Habe ich?
Was ist mir der Würde?
Nein, daran würde ich mich erinnern.
Aber, ach, das Schmerzlichste war
Das Herz.
Ein Bild kommt mir in den Kopf,
Ein Schuh, beklebt mit Tips,
LSD-Schuh,
Ich lecke.
Erst die Spitze, dann,
Mit der ganzen Fläche meiner Zunge,
die Flanken, Sohle, Verse.
Nur ein Gedanke.
Die Erinnerung an den Abend bringt mich zum Weinen.
Ich heule, während die Hohlen an mir vorbeiziehen,
heule der Erinnerung nach, heule über die Verlorene Geborgenheit.
Muss gehen.
Hier gibt es keine Heuler, geh bitte!
Durch die Doppeltür,
ein letzter Blick
Auf den Bau in den ich so viel Bemühen und Hoffnung
Fließen lies.
Wieder auf der Straße.
Auf zum Turm.
Die Straßen stinken. Der faulige Geruch der begrenzten Geister.
Die Gassen öffnen sich.
Ah, du mein steinernes Monstrum,
geliebter gotischer Schwanz.
Steht und wartet, steht und wartet, steht und wartet.
Doch warum sollten wir das Monumentale eines Blickes würdigen?
Adios Ständer, wir segeln weiter.
Umschiffen die schicken Mädchen und Jungs,
die Zombies, die unsere Stadt übernommen haben.
Rasen bergab, vorbei an trüben Mauern aus Glas, die
Blau in der Sonne liegen.
Hinab-ab-ab-ab das klapprige Pflaster,
durch den steinernen Bogen.
Bezaubernd.
Ort alkoholisierter Erinnerung.
Jugend?
Zu früh, als dass die Untoten auch hier kreuchen.
Ein Blick auf die braun-schleichende Wasserschlange.
Zeit.
Zeit sich kurz auszuruhen.
Einige Minuten für den Ort,
An dem ich so gerne geschluckt hätte.
Unter dem grauen Himmel.
Heute ist ein Tag für Tränen.
Heima. Heima.
Hinter meiner Tür.
Alleine.
Nackt.
Warum auch nicht?
Vom Bett aus betrachte ich meinen erweiterten Himmel.
Denke an Dinge die Gut waren,
Sind?
Verschwendet.
Draußen heult die vertraute Nacht.
In meinen Ohren: Das Meer.
Der Mund stößt
Einen Wunsch
Aus.
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