Donnerstag, 11. Juni 2009

Ich habe den Tisch gedeckt


Ich habe den Tisch gedeckt

Er ist nun zum bersten voll

Und unter den Speisen versteckt

Was ein anderer finden soll



Zwei Teller für dich und mich

Zwei Apéro für den Empfang

Das Besteckt funkelt recht selbstherrlich

Die Gläser summen mit hellem Klang



Eröffnend gibt es vornherein

Salate, Suppen, kleine Kuchen

Sie munden leicht und stimmen ein

Den Rest des Mahles zu versuchen



Es folgt auf einen warmen Start

Der Hauptgang unter silber Glocken

Braten, Spieß, Falafel, Tarte

Nun is(s)t man freudig, unerschrocken


Es gibt auch Obst in gläsern’ Schalen

Äpfel, Birnen, Nüsse, Beeren

Von allem etwas soll erstrahlen

Fruchtigsüß so sanft sich näh’ren


Der Nachtisch bringt was niemals rostet

In ihm steckt Herzblut, Tränen, Leiden

Denn wer die Süße einst gekostet

Möcht’ von dem Tische nicht mehr scheiden



So steht die Tafel voll belastet

Ein Lichtlein leuchtet in der Mitte

Doch bleibt alles unangetastet

Niemand vernimmt die Essensbitte



Denn trotz all der Mühen, die

Ich mir bei dem Mahl gegeben

Probieren möcht’ es niemand, nie

Lieber scheint ein jedem eben



Fastfood

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